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. "Uff Vernemerisch" Macken des Alltags im Blick"Uhne Ferz" treten in der Kulturscheune mit neuem Programm auf / Publikum begeistertViernheim. "Und schunn wia isse e Joardausend rum, diddldum . . . " Grund genug für "Uhne Ferz", wieder einmal etwas zum Besten zu geben. Zur Freude der Fans und Zuhörer in der Kulturscheune am Wochenende meldete sich die dreiköpfige Band in echter Vernemer Liedertradition "im Jahre des Herrn Millennium" zurück. Die Gäste in der Cafeteria der Kulturscheune wischten sich Tränen von den Augen, klopften sich vor Lachen auf die Schenkel, wurden aber manchmal auch ernst. Denn die Lieder von Texter Mike Bauer sollen "zwicken und zwacken, zum Schmunzeln und Lachen", aber auch nachdenken - und nicht zum Mitschunkeln - anregen. Das fröhliche Trio um Sängerin Romy Bauer, Sänger und Gitarrist Rainer Emese sowie Harald Windörfer mit einzigartiger Percussion bahnt sich einen ungewöhnlichen Weg durch die Welt des Humors. Und zwar ohne doof zu werden und mit pfiffigem Vernemerisch, mit dem gerne die ein oder andere allzu bekannte Macke des Alltags aufs Korn genommen wird. Wer hatte nicht schon mal "Ä Brett voam Hern" und das auch noch "vum Designer in eschter Handarbeit"? Wenn Windörfer dann auch noch ein Holzbrett auspackt, um den Text zu unterstreichen, reißt es die Zuhörer beinahe von ihren Stühlen. Zu Beginn hatte der Meister der Percussion zwei Fliegenklatschen parat. Die Verwunderung der Gäste wandelte sich beim Text "Schnuggglsche, kumm mä fange Micke und Schnoage" rasch ins erste Lachen um, während Windörfer Trommeln und Wände mit den Klatschen bearbeitete. Knapp 30 Lieder plus Zugaben genossen die Zuhörer. Als besonderes Schmankerl galt die Lyrik zwischen den genialen Liedern. Denn "nicht alles von unserem Songtexter lässt sich vertonen", erklärte Romy Bauer den verdutzten Gästen über die Gedichte. Dass auch die "Lyrik" von Mike Bauer nicht zu verachten ist, erfuhren die Gäste rasch. Über 20 Gedichte hatten "Uhne Ferz" mitgebracht, davon zwei sogar auf Hochdeutsch. So las Romy Bauer Zeilen über die "di do obbe - die geldgierischi Soß" bis zu den "Wünschen zur heiligen Kommunikation" passende Gedichte zu den herzerfrischenden Liedern. Das Repertoire der Band ließ keine Wünsche offen. Besungen wurden "Altverliebte" mit "Heit mittag werde nochemol geheiad" oder die Tücken der Technik "Isch bin doch bloß n'kloaner Enda-Drigga" (gemeint ist die Enter-Taste). Begeistert aufgenommen wurden vom Publikum auch ihre Beiträge zum Standort Deutschland "Kumm mer gehn hoam, fusioniern" und den Talk-Show "Moi Hern ist oigedädzld, vollgebabbelt un zugemüllt". Das I-Tüpfelchen im Programm ist nicht zuletzt Harald Windörfer, der nicht nur Zuhörer zum Lachen, sondern selbst Spachteln zum Klingen bringt. cos |
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