![]() Musik verwöhnt FahrgästeMundart-Gruppe "Uhne Ferz" spielt im StadtbusViernheim. Erst verwunderte Blicke und dann freudiger Applaus von Jung und Alt, so sah am Samstag die Fahrt im Stadtbus aus. Wirklich "Uhne Ferz", also völlig ohne Quatsch, aber mit Witz wurde die "ganz normale Linienfahrt" von Busfahrer Karl-Heinz Weihrauch musikalisch gestaltet. "Do hock' isch un' do bleib' isch ah" brachte die Band "Uhne Ferz" die Fahrt mit dem 612er auf den Punkt. Ohne Verstärker und nur kleinem Equipment begleitete die Viernheimer Band die Fahrgäste durch die ganze Stadt. Während sich die Autofahrer hastend auf den Straßen drängelten, wippten die Fahrgäste derweil im Linienbus rhythmisch im Takt mit der Musik. Entspannt lauschten sie Liedern, im "Vännema"-Dialekt gesungen, während der Bus von Haltestation zu Haltestation rollte. Am OEG-Bahnhof ging es los über Friedhof, bei dem "Des Friedhofs Syndrom" angestimmt wurde, weiter in die Nordweststadt und zurück in die Innenstadt. Bei der nächsten Tour unter dem Motto "Isch bin uf de Road again" kamen schließlich die Bewohner im Bannholzgraben auf ihre Kosten. "Busfahrt mit Livemusik für 2,10 Mark? Das ist ja toll!", zeigte sich eine ältere Dame begeistert über die Fahrt mit beziehungsweise "Uhne Ferz". Die Texte des Liedschreibers Mike Bauer kamen beim Publikum sehr gut an. Gesungen von Romy Bauer und Rainer Emese (Gitarre) sowie Harald Windörfer, der den Gesang mit Bongos und Haushaltsgegenständen humorvoll begleitete, stieß er auf schmunzelnde Anerkennung. Harald Windörfer hatte den Kontakt zu Wolfgang Korb von den Stadtwerken hergestellt, der erfreut auf die Idee der musikalischen Busfahrt reagierte. Die Fahrgäste, die häufig den Bus benutzen, wurden so nämlich einmal auf eine ganz andere, überraschende Weise belohnt. Denn so konnten sich die treuen Fahrgäste selbst beim Schmuddlwetter nach Lust und Laune "omisiern, omisiern, wenn mir mit'm Stadtbus fahr'n". Heitere Lieder, schwungvoll vorgetragen im "besten Vernemarisch", das gab es nicht alle Tage, "hewwe ma net", normalerweise zumindest, um im bewährten "Liedermacherbarock" zu bleiben. cos |
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